Montag, 15. April 2019

Bülstringen - Quedlinburg

Wir dürfen uns bequem im Auto von Hans-Georg und Brigitte hinsetzen. Sie fahren uns ins Harzgebirge. Ganz genau  - wir  werden  nach Quedlinburg gefahren. Den ganzen Winter über hörten wir von unserem Freund der auch im Hafen überwintert hatte sehr viel von dieser Stadt Quedlinburg. Schon nur der Name ist einen Zungenbrecher, der hat irgendwie mit "Quatschen" zu tun.

sind es Kirschblüten? teils, teils -
 es hat so geschneit, dass die Bäume nicht nur weisse Blüten trugen, sondern für einen kurzen Moment blieb da der Schnee liegen.

Quedlinburg, UNESCO Welterbe 

Die größte Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst. Auf einer Fläche von gut 80 ha drängen sich über 2000 malerische Fachwerkhäuser. Wie in einem bunten Bilderbuch lässt sich an den oft reich geschmückten Fassaden die Entwicklung dieser Bauweise über acht Jahrhunderte ablesen.
 
Mit diesem einmalig geschlossenen historischen Stadtbild steht Quedlinburg in der ersten Reihe deutscher Fachwerkstädte und wurde 1994 in die UNESCO - Welterbeliste der schützenswerten Kulturgüter aufgenommen.
die einstige Königspfalz und Mitglied der Hanse, ist eine reizvolle, über 1000-jährige mittelalterliche Stadt, am Nordrand des Harzes gelegen. Charakteristisch sind die winkligen Gassen mit uraltem Pflaster und die weiträumigen Plätze umsäumt von Fachwerkhäusern, 1700 überragt vom massigen Sandsteinfelsen des Burgberges mit der romanischen St. Servatius-Kirche.
Hier begann vor über 1000 Jahren deutsche Geschichte.
 
 
"Am Finkenherd, zu Füßen des Burgberges, soll der Sachsenherzog Heinrich 919 die Königskrone empfangen haben. Er und seine Nachfolger machten die Pfalz Quedlinburg zu einem wichtigen Zentrum ihrer Reichspolitik. Heinrich I. wurde hier 936 beigesetzt.
 
An der Grabstätte ihres Gemahls gründete Königin Mathilde im gleichen Jahr ein Damenstift, das fast 900 Jahre lang bestand. In den Kostbarkeiten des Domschatzes in der Stiftskirche, spiegelt sich noch heute der Glanz des ottonischen Kaiserhauses. 
 

Gesucht: Die Ideale Frau und Landesmutter 

Maria Aurora von Königsmark
 
Gesucht: Die Ideale Frau und Landesmutter!
Treu, gehorsam, schön, fruchtbar und fromm. Mit sehr guten Französischkenntnissen, höfischen Umgangsformen und einer hochadeligen Herkunft. Verstand, Bildung und Selbstbewusstsein nicht erforderlich! 18.JH
 
Maria Aurora von Königsmark, Anna Amalia von Preußen, Sophia Albertine von Schweden. Drei starke, eigenwillige und schillernde Persönlichkeiten, die als Pröpstin und Äbtissinnen das "kayserlich freie weltliche" Stift zu Quedlinburg regierten.
In einer Zeit in der Preußen aufsteigt zu einer der zentralen Mächte Europas und die kleinen, geistlichen Territorien um ihr Überleben kämpften. Ein Jahrhundert, in dem die Lebensgeschichten der drei hochadligen Damen das Zeitgeschehen in Deutschland mitprägten.
 
Der Roland ist ein Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert (Richtschwert) und gilt als Sinnbild der Stadtrechte. Rolandstatuen stehen deshalb – den eher in Südeuropa verbreiteten Gerichtssäulen vergleichbar – auf Marktplätzen oder vor Rathäusern und sind vor allem in nord- und ostdeutschen Städten häufiger zu finden. Darüber hinaus existieren weitere Statuen in Mitteleuropa, Kroatien und Lettland sowie Nachbildungen in Brasilien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die meisten Rolandstatuen sind aus Sandstein gefertigt.
Sie hätten einer der kleinsten "Roland" vor dem Rathaus, stehen.
"Rolands" begegneten uns immer wieder in Brandenburg, Bremen, Haldensleben usw.
 
 
Kleine Stadtgeschichte in Daten
•922 Erste schriftliche Erwähnung Quedlinburgs in einer Urkunde König Heinrichs I.
•922 - 1207 Insgesamt 69 Besuche von deutschen Königen und Kaisern in Quedlinburg
•936 Tod Heinrich I. und Beisetzung auf dem Burgberg, Königin Mathilde richtet hier ein Damenstift zur Ausbildung und Versorgung von Töchtern des Hochadels ein. Kaiser Otto I. stattet es mit reichem Landbesitz und Unabhängigkeit aus.
•966 Mathilde, Enkelin Heinrich I., wird 1. Äbtissin
•994 Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechtes durch Kaiser Otto III. um 1000 Entstehung der Altstadt
•1129 Weihe der neuerbauten Stiftskirche durch Kaiser Lothar III.
•1164 bis 1180 Kämpfe in Quedlinburg
•1426 - 1477 Mitglied der Hanse
•1477 Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Bürgerschaft und Äbtissin, Sturz des Rolands, Abgabe aller Privilegien
•1539 Einführung der Reformation im Stiftsgebiet
•1802 Auflösung des Stiftes. Die Schlossgebäude gehen in den Besitz des preußischen Staates über.
•1862 - 1882 Restaurierung der Stiftskirche, Neubau des Südturmes
•1869 Neuaufstellung des Rolands vor dem Rathaus
•1936 Entweihung der Stiftskirche durch die Nationalsozialisten
•1959 Weihe der romanischen Wiperti - Kirche nach vierjähriger Instandsetzung
•1961 Städtepartnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Aulnoye-Aymeries
•1976 Eröffnung des Fachwerkmuseums im Ständerbau
•1984 Beginn der Ersatzbebauung im Neuendorf (HMBQ - Bauten)
•1986 Eröffnung der Lyonel - Feininger - Galerie
•1990 Gründung einer Städteunion mit den Partnern Celle, Hameln, Hann. Münden und Herford
•1993 Rückführung des Domschatzes
•1994 1000 Jahre Markt-, Münz- und Zollrecht
•1994 Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste
•1997 Wiedereröffnung des Großen Hauses der Nordharzer Städtebundtheaters
•1997 Eröffnung des Neubaus der Lyonel – Feinger – Galerie
•2001 Gründung des Vereins "UNESCO-Welterbestätten in Deutschland e.V.", Sitz Quedlinburg
•2014 20 Jahre UNESCO-Welterbe Quedlinburg
•2015 Eröffnung des Museums St. Marien Münzenberg
 
 
 



 
 
 


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